Der volle Durchblick – 3 Tools zur Analyse des Nutzerverhaltens

Kunden handeln meistens nicht rational und treffen Entscheidungen nicht unbedingt immer auf Basis sachlicher und logischer Kriterien. Das macht es für Unternehmen sehr schwer, Muster zu erkennen und Werbemaßnahmen direkt auf den Kunden zuzuschneiden. Doch nur wer seine Kunden versteht und ihre Argumente für Kaufentscheidungen einigermaßen einschätzen kann, hat auch langfristig Erfolg. Wäre es da nicht schön, wenn man seinen Webseitenbesuchern einfach über die Schulter gucken könnte? So könnte man sehen, was sie auf der eigenen Webseite interessant finden und wie viel Zeit sie dort verbringen. Zum Glück haben sich verschiedene Toolanbieter genau diesem Problem angenommen und Software entwickelt, mit der man das Nutzerverhalten analysieren kann. Mit den gewonnenen Daten kann man sich ein umfassendes Bild von der Gesamtheit der Nutzer, aber auch von einzelnen Kunden machen. Informationen wie Klickhäufigkeit, Verhalten auf der Webseite und Scrollgeschwindigkeit lassen damit Rückschlüsse über die Qualität der eigenen Webseite zu. So kann man sich an seinen Kunden orientieren und die eigene Webseite dementsprechend anpassen. Hier sind drei clevere Tools zur Analyse des Nutzerverhaltens:

#1 Heatmaps mit Crazy Egg

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Mit Heatmaps kann man für Kunden besonders interessante Bereiche einer Webseite erkennen, indem Klickmuster durch Mausbewegungen erstellt werden. Neben diesen Heatmaps kann man mit Crazy Egg auch eine Scrollmap erstellen lassen, mit der man genau sehen kann, bis wohin Besucher der Webseite gescrollt haben. Eine weitere Funktion ist der sogenannte „Confetti Report“, mit dem jeder einzelne Klick auf der Webseite gesehen werden kann. Das Tool bietet hier auch detaillierte Filtermöglichkeiten, wie zum Beispiel nach Browser, Betriebssystemen oder die Quelle der Besucher, z. B. Google, an. Außerdem bietet das Tool noch die Overlay Map, mit der die Webseite in verschiedene Bereiche eingeteilt wird. Hier geht es also im Gegensatz zur Confetti Map um das große Ganze.

Preise:

Crazy Egg bietet eine Testversion an. Danach startet die Basic-Variante mit 9 $ pro Monat. Damit kannst du bis zu 10.000 Klicks auf bis zu 10 Seiten tracken lassen. Wenn du mehr Klicks auf mehr Webseiten erfassen möchtest, gibt es auch noch die Standard-, Plus und Premium-Varianten.

Video:

 

#2 Analyse der Mausbewegungen mit mouseflow

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Mit mouseflow kannst du analysieren, was die Nutzer wirklich auf deiner Webseite sehen. Das Tool registriert unter anderem die Klicks, Maus-, und Scrollbewegungen. Die Heatmaps, die man mit mouseflow erstellen kann, visualisieren das Benutzerverhalten der Webseite. Außerdem erfasst die Software die Aktivität von Seite zu Seite und ermöglicht es so, den gesamten Kaufprozess von Kunden zu analysieren. Das ermöglicht dir, sogar die Besucher zu erfassen, die Prozesse auf deiner Webseite abbrechen. Eine weitere Funktion ist die Analyse von Formularfeldern. Mouseflow erkennt, wie Webseitenbesucher mit Formularen interagieren. Das kann zu einer optimierten Usability führen und aufzeigen, was der Konversion schadet. Das Besondere ist, dass die Aufzeichnung der Besucher auch für Warenkörbe, passwortgeschützte Mitgliedsbereiche und dynamische Inhalte funktioniert.

Preise:

Mouseflow hat vier verschiedene Preispläne: die Starter-, Growth-, Pro- und Enterprise-Variante. Das Starter-Paket gibt es ab 29 € pro Monat und kann 1.000 Seitenaufrufe auf einer Domain erfassen. Wer das Tool vor dem Kauf zuerst ausprobieren möchte, kann von der 30-Tage-Geld-zurück-Garantie Gebrauch machen.

Welche Unternehmen nutzen mousflow?

u. a. Zalando, AIDA, home24, REWE oder idealo

Video:

#3 Webanalyse mit Hotjar

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Hotjar bietet neben Scroll, Move und Click Heatmaps auch Nutzer-Recordings. Mit dieser Funktion lassen sich die Aktionen der Webseitenbesucher als Video aufnehmen. Die Aufzeichnungen lassen dich nachverfolgen, wie sich deine Nutzer auf deiner Webseite verhalten, was sie sich ansehen und welche Bereiche sie anklicken. Daneben bietet das Tool auch eine Poll- und Survey Funktion, mit der du herausfinden kannst, welcher Teilnehmer wann und wo die Fragen deiner Umfrage beantwortet hat. Hotjar erlaubt es dir also, den Erfolg deiner Umfragen und Formulare zu analysieren, da die Software dir aufzeigt, an welcher Stelle der Nutzer abspringt. Die Software bietet dir außerdem die Möglichkeit, die Ergebnisse nach verschiedenen Kriterien, wie zum Beispiel nach verwendeten Geräten zu filtern.

Preise:

Hotjar hat eine kostenlose Variante zu bieten, mit der du bis zu 2.000 Webseitenbesucher pro Tag tracken kannst. Daneben gibt es auch eine Premium- und Businessvariante ab 29 $. Wenn du mit der Software nicht zufrieden bist, hast du 30 Tage Zeit, dein Geld zurück zu verlangen.

Welche Unternehmen nutzen Hotjar?

u. a. Microsoft, IKEA, Nintendo, Panasonic oder HubSpot

Video:

 

Tools zur Analyse des Nutzerverhaltens sind für Unternehmer ein mächtiges Marketinginstrument, da das Verhalten von Webseitenbesuchern einfach analysiert werden kann. Bitte beachtet aber, dass ihr als Betreiber der Webseite auch für Verstöße der Datenschutzrichtlinien haftet. Es ist also sehr empfehlenswert, sich vor dem Einsatz von Tracking-Tools umfassend über alle rechtlichen Aspekte zu informieren.

 

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